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Christina Schwanitz holt EM-Silber im Berliner Olympiastadion

09-08-2018 18:19
von Jörg Fernbach
Foto: Iris Hensel

Leider wurde es für Christina Schwanitz vom LV90 Erzgebirge nicht der erhoffte dritte Europameistertitel im Kugelstoßen. Aber es ist aller Ehren wert, wenn man die Konstellation sieht, mit der Christina Schwanitz in den Wettkampf gegangen ist. Vor einem Jahr wurde sie Mama von Zwillingen und ihre Krümel" wie sie ihre beiden selbst nennt, sind ein ganz wichtiger Teil ihres Lebens geworden. Trotzdem stieg sie vor 6 Monaten wieder ins Training ein und hat mit Sven Lang einen einfühlsamen, ihrer Mutterrolle immer gerecht werdenden Trainer. Christina Schwanitz schaffte es nach 6 Monaten wieder in die Weltspitze vorzustoßen und der beste Beweis dafür waren ihre 20,06 Meter bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg. Einen Tag später passierte dann das Unglück. Auf dem Weg ins Sportstudio nach Mainz hatte sie einen Autounfall, erlitt ein Schleudertrauma und Verletzungen an ihrer Stoßhand. Trotzdem gab sie nicht auf und ging zuversichtlich in die EM-Wettkämpfe. Im Finale stieß sie im 1. Versuch die Kugel auf 19,19 m und führte damit bis zum letzten Versuch der Polin Paulina Guba, die mit 19,33 m Christina Schwanitz noch auf den Silberrang verwies. Wer live dabei war, konnte am Gesichtsausdruck von Christina Schwanitz ihre Gefühle ablesen. Sie war sichtlich enttäuscht, aber im anschließenden Interview brachte sie es auch auf den Punkt: "Es ist Sport".
Herzlichen Glückwunsch Christina Schwanitz und ihrem Trainer Sven Lang. Alles Gute auf dem Weg zu Olympia 2020.
Jörg Fernbach

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