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Ein sehr erfolgreiches Abendsportfest in Neukieritzsch

11-07-2018 18:17
von Veranstalter
Foto: Werner Winkler

Neukieritzsch. Das diesjährige Abendsportfest der Abteilung Leichtathletik der Sportfreunde Neukieritzsch 1921 e. V. hat am Freitag (6. Juli) alle Erwartungen des Veranstalters übertroffen. Mit fast 200 Starterinnen und Startern aus sechs Bundesländern und aus den USA wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. Aber nicht nur die Anzahl der gemeldeten Athleten, die aus über 40 Vereinen kamen, war gigantisch, auch die erzielten sportlichen Ergebnisse waren hochklassig. Jens Häckert, der für die Statistik bei den Organisatoren des Events verantwortlich ist, hatte bei der Auswahl der Sportlerinnen und Sportler, die für ihre herausragenden Leistungen an diesem Abend einen Ehrenpokal erhalten sollten, im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der Wahl. Bereits zum Auftakt der Sprintwettbewerbe wurden über die 100 Meter in der Altersklasse weibliche und männliche Jugend U16 sehr gute Zeiten auf dem Neukieritzscher Tartanbelag erzielt. Die erst 14jährige Alina Sophie Vollert vom LAC Erdgas Chemnitz siegte hier in 12,46 Sekunden vor Kim Zeugner von den Gastgebern, die 12,94 Sekunden lief. Bei der männlichen Jugend in dieser Altersklasse war Paul Arvid Klose vom LAC Erdgas Chemnitz mit einer Zeit von 11,51 Sekunden ebenfalls sehr schnell unterwegs. Beide Chemnitzer Athleten wurden für ihre Leistung selbstverständlich mit einem Pokal gewürdigt. Hochhinaus ging es auch im Stabhochspringen der Frauen. Hier holte sich Cassandra Hennig vom SC DHfK Leipzig bei den Frauen mit der Siegerhöhe von 3,90 Metern die Trophäe.  
Eine Tendenz, die sich seit einiger Zeit bei vergleichbaren Leichtathletik-Veranstaltung zeigt, setzte sich auch in Neukieritzsch fort: Die Starterfelder in den Disziplinen Diskus, Kugel und Speer werden im größer und stellen die Veranstalter vor neue Herausforderungen. In Neukieritzsch bedeutete das zunächst Schwerstarbeit für die Kampfgerichte und Geduld bei den teilnehmenden Athleten, denn der Zeitplan verschob sich nach hinten. Was den Leistungen und der guten Stimmung aber wenig anhaben konnte. So sicherte sich Helmut Maryniak vom 1. FC Passau mit einer Weite von 53,11 Metern im letzten Versuch des Diskuswerfens in der Altersklasse M50 mit deutlichem Vorsprung den Sieg. Absoluter Höhepunkt des Abends war das Speerwerfen. Hierfür hatten auch Athleten aus den USA gemeldet, deren Bestweiten bei den männlichen Startern nahe der 80-Metermarke lagen. Dem entsprechend war die Anlage auch durch die Organisatoren vorbereitet worden. Weite Würfe mit dem Speer sind für die SFN-Macher nichts Neues, denn bereits 2013 hatte Lars Hamann vom Dresdner SC auf der Neukieritzscher Anlage den Speer 84,20 Meter weit fliegen lassen. Leider meinten es am Freitag die Windverhältnisse nicht immer „wettkampffreundlich“ mit den Speerwerferinnen und Speerwerfern. Teilweise herrschte doch recht kräftiger Gegenwind. Trotzdem lieferten sich die beiden USA-Frauen Katie Reichert und Bethany Drake einen spannenden Zweikampf. Am Ende konnte Katie Reichert mit 50,88 Metern die bessere Weite für sich verbuchen. Sie bedeutete den Sieg und den Ehrenpokal vor ihrer Landsmännin, die 50,69 Meter weit warf.
Als sich mit fortschreitendem Wettkampf die Windverhältnisse verbesserten profitierten vor allem die männlichen Starter davon. Bei den Männern sicherte sich mit seinen 77,65 Metern der US-Amerikaner Michael Shuey im 5. Versuch den Sieg und den Pokal. Platz zwei ging hier an den Lokalmatadoren Toni Kretzschmar mit einer Weite von 39,20 Metern. Als eine tolle Geste werteten die Teilnehmer des Speerwerfens, dass Michael Shuey nach Wettkampfende dem jungen Neukieritzscher Werfer Jonas Lessig seinen Speer schenkte. Quasi als Dankeschön für die vor allem sprachliche Betreuung während des Wettkampfes. Die 70-Metermarke wurde auch in der Altersklasse MJU20 übertroffen. Hier siegte Tsuriel Pedigo (USA) mit einer Weite von 70,70 Metern. Auch für diese Leistung übergab der Veranstalter einen Ehrenpokal. Der junge US-Athlet reiste übrigens unmittelbar nach dem Wettkampf nach Finnland, wo vom 10. bis 15. Juli in Tampere die U-20 Weltmeisterschaften stattfinden.
Nicht unerwähnt darf bleiben, dass eine ganze Reihe von SFN-Aktiven diesmal auf ihre Starts verzichteten, weil sie als Kampfrichter und Helfer für einen ordnungsgemäßen Wettkampfverlauf sorgten. Groß war bei ihnen die Freude, als bei den Aufräumarbeiten am späten Abend erstmals die am Vormittag des Wettkampftages erst fertiggestellte Bahnbeleuchtung ihren ersten Test bestand. Viele Jahre haben die SFN-Leichtathleten um diese Verbesserung ihrer Trainingsbedingungen in den Frühjahrs- und Herbstmonaten gerungen. Dank der Unterstützung durch die Unternehmen MIBRAG AG und DOW Mitteldeutschland sowie der Böhlener Firmen Elektro-Bau & Service und Er-TI Dienstleistungen konnte das Projekt nun endlich zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Für September ist ein kleiner sportlicher Event zur offiziellen Einweihung der Anlage geplant. Alle Ergebnisse unter www.neukiki.de.
Werner Winkler-Text und Foto

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