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65. Deutsche Hallen-Leichtathletik Meisterschaften

19-02-2018 19:01
von Jörg Fernbach
DHM 2018 Max Hess / Benjamin Bauer Foto: Iris Hensel

Nach zwei Jahren Deutsche Hallenmeisterschaften in der ARENA Leipzig kämpften in diesem Jahr Deutschlands beste Leichtathletinnen und Leichtathleten in der Dortmunder Helmut-König Halle um Titel, Medaillen und um Normen für die Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham. An beiden Tagen war die Halle mit jeweils 4.000 Zuschauern ausverkauft und es herrschte eine tolle Stimmung während der hochkarätigen Wettkämpfe. Für unsere sächsischen Athletinnen und Athleten waren es diesmal nicht so erfolgreiche Meisterschaften wie in den Jahren 2016 und 2017 in der ARENA Leipzig. In diesen beiden Jahren konnten unsere Starterinnen und Starter jeweils 6 Deutsche Meistertitel erkämpfen. 2017 kamen noch 5 Vizemeistertitel und 2 Bronzemedaillen dazu. Insgesamt standen für 2017 13 sächsische Medaillen in den Ergebnisprotokollen. In diesem Jahr wurden es nur 6 Medaillen, davon 2 Deutsche Meistertitel und sie kommen auf das Konto von David Storl (SC DHfK Leipzig im Kugelstoßen und Max Heß (LAC Erdgas Chemnitz) im Dreisprung.

Hier ihre Stimmen lt. Pressemitteilungen des DLV dazu:


David Storl (SC DHfK Leipzig) - Sieger Kugelstoßen (21,19 m)

"Die zwei Wochen Pause wegen meines Rückens haben mich ganz schön zurückgeworfen. Ich brauche Wettkämpfe. Ich habe den Winter mit 20,38 Metern begonnen und mich dann von Wettkampf zu Wettkampf gesteigert. Wir sind auf einem guten Weg. Nach meinem Trainerwechsel kam es darauf an, Vertrauen zu gewinnen und sich in das neue System einzufinden. Morgen geht es ins Trainingslager nach Lanzarote und bereite mich dort auf die Hallen-WM vor. In Birmingham möchte ich locker rein gehen und mich überraschen lassen. Das Ziel ist es, auf dem Niveau anzufangen, auf dem ich jetzt bin und vielleicht einen draufzusetzen. Die Hallensaison war eine Findungsphase. Wir bereiten uns eigentlich kontinuierlich auf den Sommer vor. Klar macht es Spaß, etwas Neues zu probieren. Im Endeffekt muss man sich aber auf das besinnen, um das es geht: Die Kugel soll weit fliegen. Das haben wir ganz gut geschafft. Ich habe es angenommen. Wenn man bedenkt, wo wir in der Hallensaison angefangen haben, jetzt geht es einen Meter weiter. So kann es weiter gehen."


Max Heß (LAC Erdgas Chemnitz) - Sieger Dreisprung (16,84 m)

"Ich bin damit zufrieden, dass es eine Saisonbestleistung geworden ist. Die Stimmung in der Halle war super und hat mich gepusht. Ich hatte etwas schwere Beine und bin deshalb schwer in den Wettkampf gekommen. Ich hatte in den letzten sieben Tagen drei Wettkämpfe, die Meetings in Chemnitz und Torun und jetzt hier die Hallen-DM. Das ist etwas belastend, aber ich denke auch wichtig, den Körper zu fordern und die Routine aus den drei Wettkämpfen mitzunehmen. Von Sprung zu Sprung ist es heute besser geworden. Ich denke, wenn ich mir jetzt nach der anstrengenden Woche etwas Ruhe gönne, weiter trainiere, geht es wieder über 17 Meter. Das ist in Birmingham bei der Hallen-WM das Ziel. Eine Medaille möchte ich nicht als Ziel ausgeben. Das hängt auch davon ab, was die anderen Athleten machen. Alles über 17,20 Meter würde mich sehr zufrieden stellen. Aber auch mit allem über 17 Meter sind wir auf einem guten Weg."

Sein Vereinskamerad Benjamin Bauer komplettierte den sächsischen Doppelsieg im Dreisprung mit seiner Silbermedaille und gesprungenen 15,82 m, was für ihn persönliche Bestleistung bedeutete.

Bronzemedaillen gingen bei den Männern an Rudolf Bastian (Dresdner SC 1898), der im Hochsprung 2,18 überquerte und den persönliche Bestleistung (7,91 s) über die 60m Hürden laufenden Patrick Elger vom LAC Erdgas Chemnitz.
Die einzige Medaille bei den Frauen kommt auf das Konto von Franziska Hofmann vom LAC Erdgas Chemnitz, die mit 8,15 s Saisonbestleistung über die 60 m Hürden lief.

Leider waren verletzungs- bzw. krankheitsbedingt einige unserer sächsischen Spitzenathletinnen nicht am Start, bzw. konnten im Finale nicht antreten. Unsere beiden klasse Dreispringerinnen Kristin Gierisch vom (LAC) plagt sich mit einer Grippe herum und Jenny Elbe konnte ebenfalls nicht starten. Rebekka Haase konnte ihre Wettkämpfe nicht beenden und Christina Schwanitz befindet sich nach der Geburt ihrer Zwillinge erst wieder seit kurzer Zeit im Training.

Hier ein Auszug aus dem Interview von Martin Neumann (DLV) mit Idriss Gonschinska: "Idriss Gonschinska, leitender Direktor Sport im DLV, zog eine positive Meisterschafts-Bilanz. Speziell die Hallen-WM-Kandidaten hätten sich in guter Form präsentiert.
Überraschungssieger, Hallen-WM-Normen und als krönender Abschluss ein deutscher Rekord: Bei den 65. Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund wurde den insgesamt 8.000 Fans in der ausverkauften Helmut-Körnig-Halle die Leichtathletik in ihrer ganzen Breite und Faszination präsentiert. „Die Deutschen Meisterschaften waren ein tolles Signal Richtung EM in Berlin“, zog Idriss Gonschinska ein positives DM-Fazit.
Ein Höhepunkt der Hallen-DM: der deutsche Hallenrekord über 3.000 Meter durch Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen; 8:36,01 min) mit einem 15-Runden-Solo. „Sie hat einen sehr guten Aufbau mit ihrem Betreuerteam gewählt“, lobte der Leitende Direktor Sport im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) den couragierten Auftritt der Leverkusenerin an ihrem 21. Geburtstag. „Insgesamt haben sich die Athleten, die bei der Hallen-WM starten wollen, auf einem sehr guten Niveau präsentiert“, so Idriss Gonschinska."
Alle Ergebnisse: www.leichtathletik.de

Hier noch eine Top-Nachricht aus Dortmund nach Sachsen:
Die Deutschen Hallenmeisterschaften in der Leichtathletik wurden vom DLV für die Jahre 2019 und 2020 wieder nach Sachsen vergeben und die ARENA Leipzig wird dann wieder wunderbare Wettkämpfe erleben.

Jörg Fernbach

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