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Klausurtagung des GFP mit den Vorsitzenden der Kreis-und Stadtverbände am 13./ 14. November

16-11-2015 19:26
von Jörg Fernbach

Im Forsthaus Grüna trafen sich auf Einladung des Präsidiums des Leichtathletik-Verbandes Sachsen die Mitglieder des Geschäftsführenden Präsidiums und der Leitende Landestrainer mit den Vorsitzenden der Kreis-und Stadtverbände, sowie der Regionalwettkampfkommissionen zu einer zweitägigen Klausurtagung. Von den 13 Kreis- und Stadtverbänden waren 11 durch ihre Vorsitzenden, bzw. Mitglieder des KV vertreten. Leider war Niemand von den KV Mittelsachsen und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge bei der Klausurtagung anwesend. Dr. Uli Löwe vertrat die Regionalwettkampfkommission Dresden.
Der Präsident des LVS, Dr. Tassilo Lenk, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr herzlich und umriss in kurzen Worten die Zielstellung dieses Zusammentreffens. Themenkomplexe, wie die Integration von Asylanten in den Sport, Wettkampfproblematik, Öffentlichkeitsarbeit und Leistungssportliche Aspekte waren wichtige Themen an den beiden Tagen. Besonders wichtig war aber auch die Darstellung und Einschätzung der Arbeit in den Kreis-und Stadtverbänden, sowie der Regionalwettkampfkommissionen und das gegenseitige persönliche Kennenlernen.
Im ersten Tagesordnungspunkt erläuterte Martina Spindler vom Landessportbund Sachsen den gegenwärtigen Stand im Umgang mit Asylbewerbern bei der Integration im Sportbereich. Sie legte die aktuelle Rechtslage dar, speziell die auf dem Gebiet der Fördermöglichkeiten für Vereine, die Asylbewerber in eine sportliche Tätigkeit integrieren möchten und den aktuell dafür bestehenden Versicherungsschutz. Weitere Inhalte waren Begriffserläuterungen zum Thema Asyl und zu den Leistungen für Asylbewerber.
Im Anschluss daran stellte der Vizepräsident Wettkampfwesen, Jens Taube, den WK-Terminplan für 2016 vor, der durch den frühen Ferienbeginn im Sommer nicht so einfach aufzustellen war. Trotzdem ist es gelungen, einen kompletten Terminplan für die Landesmeisterschaften aufzustellen. In einigen Punkten werden neue Wege gegangen, wie zum Beispiel die Durchführung der Hallen-Landesmeisterschaften der Senioren an einem Tag, oder der Beginn der LM Senioren bereits am Freitag Nachmittag und dem damit verbundenen Wegfall der LM-Wettkämpfe am Sonntag. Der WK-Terminplan 2016 wurde ausführlich diskutiert und von den Vertretern der Kreise kamen entsprechende Hinweise, die gut aufgenommen wurden.
Im TOP 3 informierte der Vizepräsident Breitensport, Jörg Fernbach, über den Stand bei der Erhebung von Finishergebühren im Laufbereich. Für alle bei den LV angemeldeten Läufe außerhalb der Stadien werden auf Grund eines VR-Beschlusses des DLV pro Finisher ab der AK U18 Gebühren in Höhe von 50 Cent erhoben. 40 Cent verbleiben davon in den LV, 10 Cent gehen an den DLV. Zur Tagung des VR des LVS werden die entsprechenden Änderungen für die Ordnungen des LVS vorbereitet und zur Beschlussfassung vorgelegt. Den KV werden durch  den VP BS im VO 06/2015 die ausführlichen Erläuterungen zur neuen Laufgebühr vorgestellt.
Als nächster TOP stand die Öffentlichkeitsarbeit im LVS an und Jörg Fernbach, der gegenwärtig auch die Funktion des Pressesprechers ausübt, stellte die Entwicklung der ÖA auf den Gebieten der Printmedien, der Homepage, sowie der Einbeziehung der überregionalen Presse, sowie des Rundfunks und Fernsehens in die Darstellung der Kernsportart Leichtathletik dar. Ein Schwerpunkt der Diskussion stellte unser Verbandsorgan dar. Es gab unterschiedliche Standpunkte zu den Inhalten, den Erscheinungszyklen und der Frage: Brauchen wir ein gedrucktes VO ? Im Jahr 2016 steht das Thema VO als wichtiges Thema im Vordergrund der ÖA. Dr. Lenk machte noch einmal sehr deutlich, dass wir noch stärker unsere Sportart in den Fokus der Öffentlichkeit stellen müssen. Wir werden uns sehr ausführlich im nächsten Jahr mit einer Zielgruppenanalyse beschäftigen und wie es der Vizepräsident Finanzen und Marketing, Markus Michalow, anregte, auch mit der Einbeziehung der sozialen Medien beschäftigen.
Abschließend stellten sich am ersten Tag der Klausurtagung die einzelnen Kreis- und Stadtverbände vor. Sie erläuterten den aktuellen Arbeitsstand in ihren Vorständen, Mitgliederzahl, Tagungszyklen und Inhalte, sowie anstehende aktuelle Probleme. Dazu erfolgte von allen Teilnehmern eine rege Diskussion, in deren Folge der erste Beratungstag bis 22.00 Uhr ging. Auch danach war noch nicht Schluss, denn es kam in kleineren Runden noch zu interessanten Gesprächen und Erfahrungsaustausch.
Der zweite Tag begann mit der Vorstellung des Projektes "Sport pro Gesundheit"  durch den VP BS. Es ist ein gemeinsames Projekt des DOSB und der Bundesärztekammer, für das speziell vom DLV das Programm "Ausdauer auf Dauer" erarbeitet wurde. Es wurde vom DOSB zertifiziert und darf das Gütesiegel seit 2013 tragen. Jetzt kommt es darauf an, dieses Projekt in die Praxis umzusetzen, mit den zwei Hauptzielen:
- Prävention auf dem Gebiet der Gesundheit unserer Bevölkerung
- Gewinnung von neuen Vereinsmitgliedern
Im LVS müssen dazu die Voraussetzungen geschaffen werden, die als ersten Schritt die Gewinnung und Ausbildung von Übungsleitern im Breitensport beinhalten. Am 28.11. wird vom DLV das Folgeprogramm " Laufend unterwegs" vorgestellt und nach Vorliegen dieser Informationen wird im VO 06/2015 ausführlich dazu informiert.
Einen Schwerpunkt der Tagungsarbeit stellte das Thema "Leistungssportliche Aspekte im LVS" dar. Der Vizepräsident Leistungssport, Dr. Gerald Voß und der Leitende Landestrainer, Joachim Erdmann, analysierten ausführlich die Entwicklung und den Stand im Leistungssport. Sie konnten ein sehr positives Fazit für die erreichten Leistungen im Jahr 2015 ziehen, verwiesen aber mit Nachdruck auf einige nicht zufrieden stellende Entwicklungen im Nachwuchsbereich. Damit im Zusammenhang standen die Themen Kinderleichtathletik und Breitensport, die eine wesentliche Grundlage für die ständig neue Gewinnung von Kindern für unsere Sportart sind und aus denen dann dem Leistungssport die notwendigen Talente zur weiteren Entwicklung bereitgestellt werden.
Der VP LS stellte den Anwesenden die Aufgaben, aber auch die Möglichkeiten vor, die dem Leistungssport im Landesverband zu kommen, bzw. möglich sind. Er zeigte die Grenzen der Einflussnahme der Verantwortlichen im Landesverband auf, denn der DLV führt über seine Bundestrainer natürlich unsere Nationalkader, aber er erläuterte auch unsere Chance in den AK der U14, U16 und U18 zur Entwicklung von Nachwuchs- zu Nationalkadern. Eine sehr objektive Darstellung, die alle Anwesenden beeindruckt hat.
Der Geschäftsführer des LVS, Wolfgang Gerstmann, erläuterte den KV die rechtliche Stellung der Organe der KV, vor allem wenn sie nicht als "Eingetragene Vereine" fungieren. Eigene Konten sind damit nicht möglich und der LVS kommt hier in Haftungszwänge. Er übergab den KV eine entsprechende Mustersatzung dazu und bat alle, die noch nicht als eV fungieren, dies in die Wege zu leiten..
Nach umfangreichen Diskussionen fasste Dr. Lenk noch einmal die Schwerpunkte dieser zweitägigen Klausurtagung zusammen, fixierte die Ziele für das kommende Jahr und er schlug vor, diese Tagungen regelmäßig einmal pro Jahr durchzuführen. Alle zwei Jahre als zweitätige Klausurtagung, dazwischen als Tagesveranstaltung. Dr. Lenk bedankte sich bei allen Teilnehmern für die sehr gute Zusammenarbeit und vor allem für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz für die Leichtathletik. Jörg Fernbach

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