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Senioren-Hallen-WM in Daegu - Erinnerungen werden wach

27-03-2017 18:07
von Jörg Fernbach

Nicht, dass im südkoreanischen Daegu schon einmal Hallenweltmeisterschaften der Senioren ausgetragen wurden, denn die diesjährigen Hallen-WM der Senioren waren die ersten Senioren-Hallenweltmeisterschaften in Asien überhaupt. Nein, Daegu verband und verbindet sich mit dem ersten Weltmeistertitel unseres David Storl im Kugelstoßen bei der WM 2011 und war der Beginn einer bis heute sehr erfolgreichen Karriere für David Storl.
In diesem Jahr fanden vom 19.03. bis zum 25.03. in Daegu die Hallen-Seniorenweltmeisterschaften statt. Aus Deutschland hatten 74 Athletinnen und Athleten gemeldet, darunter 5 aus unserem Verband. In den Ergebnislisten sind leider nur 2 Athleten und 1 Athletin zu finden, diese jedoch sehr erfolgreich. Mit 2 Vizeweltmeistertiteln und einer Bronzemedaille war Dr. Birgit Burzlaff (s. Beitrag von Werner Winkler) sehr erfolgreich.
Viermal an den Start ging Manfred Kunze von der SV Motor Hainichen. Trotz seines ehrbaren Alters (AK M85) hatte er den langen Flug auf sich genommen und konnte 2 mal aufs Treppchen steigen. Bronze für ihn beim Speerwurf mit 15,33 m und beim Kugelstoßen mit 8,36 m. Zwei 4. Plätze konnte er seiner Erfolgsbilanz noch hinzufügen. Jutta Neumann von der SSV Planeta erkämpfte sich in der W 60 im Hammerwurf mit 29,50 m Platz 4 und im Gewichtswurf wurde sie 6. mit 11,19 m.
Hochachtung und Glückwunsch unseren erfolgreichen Senioren/in von Daegu und es gibt eine gute Nachricht für die Senioren WM 2019. Sie findet vor unserer "Haustür" statt, im polnischen Torun, dass viele von unseren Seniorensportlern/innen noch in guter Erinnerung von der EM haben.
Jörg Fernbach

Burzlaff holt 3 WM-Medaillen - Daegu / Neukieritzsch.
Mit zwei Silbermedaillen und einer Bronzemedaille kehrt die SFN-Leichtathletin Birgit Burzlaff von den 7. Senioren Hallen-Weltmeisterschaften aus dem südkoreanischen Daegu zurück. Los ging die Erfolgsserie am 21.März, wo sie Vizeweltmeisterin in der Altersklasse W50  im Weitsprung wurde.Der Dritten der diesjährigen Deutschen-Hallenmeisterschaften von Erfurt gelangen gleich im
1. und 2. Versuch Weiten von 4,71 bzw. 4,76 Meter und damit die zwischenzeitliche Führung.Im darauffolgenden Versuch steigerte sie sich auf 4,79 Meter und blieb weiter auf dem 1. Platz. Im 4. Durchgang konterte die spätere  Weltmeisterin Valentyna Krepkina aus der Ukraine mit 4,80 Metern und setzte sich an die Spitze. Burzlaff erreichte in den noch ausstehenden zwei Versuchen nochmals
Weiten von 4,71 und 4,70 Meter. Insgesamt ein sehr starker Auftritt der SFN-Athletin, denn die Weite von 4,79 war sie letztmalig bei den Deutschen Teammeisterschaften im September 2015 gesprungen. Ihre Konkurrentin aus der
Ukraine konnte sich im letzten Versuch weiter steigern und siegte schließlich mit 4,88 Meter. Nur 3 Tage später gelang ihr der zweite Paukenschlag: Über die 60 Meter Hürden lief Burzlaff in 10,10 Sekunden über die Ziellinie und wurde Vize-Weltmeisterin.  Eine ganz knappe Entscheidung, denn für die Dritte, die Irländerin Geralinde Finegan zeigte die elektronische Zeitnahme 10,11 Sekunden an.  Weltmeisterin wurde in 9,90 Sekunden Valentyna Krepkina aus der Ukraine.  Burzlaff war die einzige deutsche Starterin, die in diesem Finale antrat. Ihre Zeit von Daegu ist zugleich die Zweitbeste, die sie je gelaufen ist. Nur bei ihrem Hallen-Europameistertitel 2016 war sie mit 9,83 Sekunden schneller. Ihre Schnelligkeit prädestinierte sie auch für die Berufung in die deutsche Staffel ihrer Altersklasse über die 4 x 200 Meter. Am letzten Tag der Weltmeisterschaft gab sie als Schlussläuferin noch einmal alles und belohnte sich mit einer Bronzemedaille. Hinter Australien und Japan, aber vor den USA blieb die Zeitnahme für das deutsche Team bei 2:03,38 Minuten stehen. Für  Burzlaff haben sich mit diesen drei Erfolgen alle Trainingsanstrengungen und auch die Strapazen der langen An-und Abreise zur WM gelohnt. Sehr zufrieden ist auch ihr Trainer Werner Kargel, der gerade in den letzten Wochen vor den Starts in Südkorea nochmals an der Sprung- und Lauftechnik seiner Athletin gefeilt hat. Er feierte diesen Erfolg noch am gleichen Tag gemeinsam mit rund 30 Athleten der Abteilung Leichtathletik der Sportfreunde Neukieritzsch beim diesjährigen Sportlerball von LVZ und Kreissportbund in  Zwenkau. (WeWi)

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