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Wolfgang Niemann: Seit über 5 Jahrzehnten schlägt sein Herz für die Leichtathletik

16-08-2017 18:53
von Geschäftsstelle

Kitzscher. Anfang Juli dieses Jahres feierte Wolfgang Niemann, ein Urgestein der Leichtathletik des Landkreises Leipzig, seinen 65. Geburtstag. Sein ganzes bisheriges Leben ist auf das Engste mit dieser Sportart verbunden. Bereits 1963 entdeckte man in seiner Geburtsstadt Dessau seine Sprintqualitäten und nahm ihn im dortigen Trainingszentrum auf. Anfänglich spielte er noch nebenbei Fußball. Die Liebe zum schnellen Laufen und den anderen Herausforderungen der Leichtathletik waren jedoch stärker und halten bis heute ungebrochen an. Über den Sport lernte er während seines Lehrerstudiums in Halle auch seine Frau Petra, eine Leichtathletin aus Borna, kennen. Beide hatten das große Glück, dass sie bald nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums Jahrzehnte lang gemeinsam an der Schule in Kitzscher unterrichten konnten. Sehr schnell wurden in den 1970iger Jahren die Verantwortlichen der damals sehr erfolgreichen Betriebssportgemeinschaft Aktivist Espenhain auf ihn aufmerksam und integrierten ihn in den Trainings- und Wettkampfbetrieb. Ab 1976 gab er seine Erfahrungen auch als Übungsleiter im unter der Espenhainer Obhut stehenden Trainingszentrum Kitzscher an den Leichtathletiknachwuchs weiter. Seine Spikes hing er jedoch nicht an den berühmten Nagel. Er blieb dem Wettkampfsport treu. In den 80-iger Jahren beteiligte er sich regelmäßig an den DDR-Meisterschaften der Alterssportler. Sein größter Erfolg war 1985 der Gewinn der Goldmedaille über die 100 Meter. In den für den Sport schwierigen Zeiten der politischen Wende und der durch die Schließung des Espenhainer Werkes fehlenden finanziellen Unterstützung übernahm er  den Vorsitz des sich aus den alten Strukturen heraus neu gründenden TSV Kitzscher. Trotz dieser großen Herausforderung leitete er weiterhin die Abteilung Leichtathletik und war als Übungsleiter mehrmals in der Woche aktiv. Dabei vernachlässigte er nie seine persönliche Fitness. Sein Talent und sein Ehrgeiz machten ihn zu einem erfolgreichen Seniorensportler mit einer beachtlichen sportlichen Bilanz. Sie reicht von einem Weltmeister-, zwei Vizeweltmeistertiteln über erfolgreiche Starts in den Finalläufen bei Deutschen Meisterschaften bis zu zahlreichen Medaillen bei sächsischen Meisterschaften. Nach dem plötzlichen Tod des langjährigen Vorsitzenden des Kreisverbandes Leichtathletik Borna, Wilhelm Teichmann, übernahm er 1996 dieses Ehrenamt. Dieses übt er auch nach der Kreisreform für den Landkreis Leipzig bis heute mit sehr viel Engagement aus. Darüber hinaus kann er auf eine erfolgreiche Übungsleitertätigkeit verweisen, die immer wieder dazu beiträgt, dass TSV- Sportlerinnen und Sportler auf den Siegerpodesten in Sachsen stehen. Darunter auch sein Sohn Peter und seine Enkelkinder Zoe und Noah. Auch als Organisator, Leiter und Auswerter zahlreicher Leichtathletik-Events ist er in der Region unterwegs. Zu nennen sind hier vor allem jährliche Höhepunkte, wie der Serien-Cross, die Sparkassen-Kreis-Kinder- und Jugendspiele und die Kreismeisterschaften. Umso schwerer war es für ihn, als er im Frühjahr dieses Jahres wegen einer schweren Erkrankung sowohl in seiner ehrenamtlichen Arbeit als auch bei seinen sportlichen Aktivitäten eine Zwangspause einlegen musste. Groß war die Freude für ihn und seinen Mitstreitern, als er nach der Genesung am 15. August vom amtierenden Vorsitzenden Bernd Kipping die Amtsgeschäfte im Kreisverband wieder übernehmen konnte. Seit dem Ende der diesjährigen Sommerferien ist er auch wieder als Übungsleiter aktiv. Wolfgang Niemann und die Leichtathletik, das ist eine Verbindung auf Lebenszeit.
Werner Winkler

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