Packende Leichtathletikwettbewerbe im Lohrheide-Stadion
Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2026 aus sächsischer Sicht
Im Lohrheide-Stadion von Bochum Wattenscheid fanden die diesjährigen LA-Meisterschaften am 25. und 26. Juli vor 14.000 begeisterten Zuschauern statt. Drei Deutsche Meistertitel gingen wie 2025 nach Sachsen. Karl Bebendorf vom Dresdner SC 1898 holte seinen 7. Meistertitel und Robert Farken von der SG Motor Gohlis-Nord wiederholte seinen Sieg von 2025. Max Heß vom LAC Erdgas Chemnitz konnte aufgrund einer Hüft-OP seinen Titel von 2025 nicht verteidigen; für ihn sprang Steven Richter vom LV90 Erzgebirge in die „Presche“, aber im Diskuswurf. (s. die Einzelbeiträge).
Es gab weitere Medaillen für Sachsen durch den Vizemeistertitel im Kugelstoßen von Katharina Maisch vom LV 90 Erzgebirge mit 18,57 m. Sie musste nur der Olympiasiegerin von Paris, Yemisi Mabry, den Vortritt lassen, die mit 19,04 m Gold gewann.
Über Bronze im Hammerwurf konnte sich Lukas Winkler vom LAC Erdgas Chemnitz mit einer Weite von 70,54 m freuen.
Es gibt noch Gerechtigkeit, so kann es Ole Steinbach vom Dresdner SC 1898 sehen, denn er schaffte es mit seinen Staffelkameraden Elias Morgenstern und Lennox Gyulai aufs Podest. (welches ihm nach einer Disqualifikation im 800m-Finale der U18-Europameisterschaft verwehrt wurde). Die 3x1000 m Staffel des DSC wurde im Rahmenprogramm der DM Deutscher Vizemeister der U20 mit 7:18,01 min.
Jada Julien vom LV 90 Erzgebirge, die nach einer Krankheit geschwächt in ihren Wettkampf der DM ging, warf ihren Hammer auf 65,40 m und belegte damit Platz 4. Sie hat aber noch über ihre Platzierung im Ranking eine Chance für die EM in Birmingham nominiert zu werden.
Platz 4 wurde es auch für Lukas Schober von der SG Freital-Weißig 1861, der seine Kugel auf die gute Weite von 19,42 m beförderte.
Drei sächsische 5. und drei 6. Plätze stehen noch im Ergebnisprotokoll der DM 2026.
Der Leitende Landestrainer des LVS, Sven Vesmanis, war sehr zufrieden in seiner Einschätzung mit dem Wurfbereich und dem Laufbereich im Mittelstreckenbereich. In der Breite der Disziplinen ist aber noch viel Luft nach oben. So zum Beispiel im Dreisprung der Männer, wo durch den Ausfall von Max Heß eine große Lücke entstanden ist, aber auch im Ausdauerlaufbereich und im Sprungbereich ist der Abstand zur nationalen und internationalen Spitze groß,
Insgesamt schätzt Dr. Jörg Bügner (DLV-Vorstand Leistungssport) die DM 2026 wie folgt ein.
„Wir haben hier in Wattenscheid eine volle Hütte, packende Leichtathletikwettbewerbe und sehr starke Leistungen an beiden Tagen erlebt. Die Deutschen Meisterschaften haben begeistert und unterstreichen den deutlichen Aufwärtstrend. Sie waren ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den Europameisterschaften in Birmingham. Die Stimmung im Team ist gut - und wir sind sehr optimistisch, dass wir auch in Großbritannien erfolgreich sein werden.“ Und wir schließen uns dem Wunsch für Birmingham an und wünschen unseren Athletinnen und Athleten eine verletzungsfreie Vorbereitungszeit auf die EM und dann viel Erfolg.
Jörg Fernbach
Archivfoto Katharina Maisch (Theo Kiefer)