Das heißeste Leichtathletik-Wettkampfwochenende im LVS seit 1990
Das heißeste Leichtathletik-Wettkampfwochenende im LVS seit 1990
Das Titelfoto zeigt es: Gleich drei Meisterschaften galt es vom 26. Juni bis zum 28. Juni 2026 im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion auszutragen. Der Leichtathletik-Verband Sachsen e.V. (LVS) war Veranstalter für die Master LM und Ausrichter für die Sächsischen Hochschulmeisterschaften und Deutsche Para-Leichtathletik-Meisterschaften. Schon der Vorbereitungsaufwand war enorm und dann kam noch eine Hitzewelle übers Land. Um die 40 Grad Celsius-Gradmarke pegelten sich die Tagestemperaturen ein. Es stand die Frage im Raum: Wie entscheiden? Die Entscheidung ging in Richtung Durchführung; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich dann auch überwiegend für eine Teilnahme entschieden, aber auch für eine Reduzierung ihrer Starts. Die medizinische Absicherung war gut, der Zeitplan wurde angepasst, Disziplinen gestrichen (1.500 m) bzw. in die Morgenstunden verlegt (400 m). Nach den drei Hitzetagen atmeten alle erleichtert auf: Meisterschaften ohne medizinische Notfälle beendet.
Am Freitagabend begannen die Wettkämpfe mit den 3000 m Läufen der Masters und (man beachte) den 5.000 m Läufe im Para-Bereich.
Am Sonnabend war der Dresdner Oberbürgermeister, Dirk Hilbert, zur offiziellen Eröffnung gekommen und nach seinen Begrüßungsworten überreichte er das Mikrofon an Jens Taube, den Vizepräsidenten Wettkampfwesen des LVS, der die Meisterschaften dann offiziell eröffnete. Oberbürgermeister Dirk Hilber stand dann auch noch für einige Siegerehrungen zur Verfügung.
Es ging dann Schlag auf Schlag, die Temperaturen stiegen am Sonnabend auf 39,5 Grad Celsius und es wurde alles versucht, die Bedingungen erträglich zu halten. So wurden die Siegerehrungen ins Innere des Stadiongebäudes verlagert, mehrere Trinkpausen vorgenommen und bei einigen Disziplinen die Anzahl der Versuche von 6 auf drei reduziert. Bei den Masters hatten über 100 mehr als 2025 gemeldet, einige reduzierten dann aber doch die Anzahl ihrer Starts. Verständlich, aber viele nahmen an allen ihrer gemeldeten Disziplinen teil. Und dies zeigt sich auch an den Ergebnissen. Matti Herrmann (M40) von der SG Vorwärts Frankenberg stand 7 mal bei der Siegerehrung auf dem obersten Treppchen. Und er war auch am neuen Landesrekord der Olympischen Staffel (Vereine) beteiligt. Die StG LAC /Vorwärts verbesserte den alten Rekord (3:58,66 s), gehalten von der Staffel des LAC Erdgas Chemnitz auf 3:65,00 min. Mit Matti Herrmann liefen Javed Mohoboob, Herrmann Diering und Jörg Singer diesen neuen Landesrekord.
In der W35 gewann Florentine Hellmann-Rauscher (SC DHfK Leipzig) mit 44,28 m überlegen das Diskuswerfen
Carola Wolf (W45) von der LG Neiße freute ich sogar über 7 Medaillen, darunter 3 Goldenen. Alexander Sommer (M45) vom 1. SV Leichtathletik Hoyerswerda gewann überlegen das Kugelstoßen und das Diskuswerfen. Heike Martin (W50) vom LAC Erdgas Chemnitz gewann in klasse 13,55 s die 100 m. In der W45 kamen drei Goldene (100 m, 200 m, Hochsprung) aufs Medaillenkonto von Daniela Kliche von der LG Neiße. 3 mal Gold gab es auch für Ulrike Gründel-Michel vom Dresdner SC 1898 über die 80 m Hürden, im Weitsprung und im Hochsprung. Petra Herrmann von der SG Vorwärts Frankenberg konnte bei jedem ihrer Start Gold mit nach Hause nehmen. Auch unser „Doktorinnentrio“ Dr. Uta Teuber, Dr. Angela Müller und Dr. Birgit Burzlaff waren wieder Goldaspirantinnen. So ließe sich die Reihe unserer erfolgreichen Masters fortsetzten und alle Ergebnisse finden sich
unter: www.ladv.de
Hochachtung vor unseren ältesten Startern. Dr. Siegfried von Känel (TSV Dresden) und Horst Witschaß (1. SV Leichtathletik Hoyerswerda) sind beide Geburtsjahr 1939! Bei den Damen war mit Lore Haußig (1943) vom USV TU Dresden die älteste Starterin erfolgreich am Start. Allen ein großes Dankeschön für ihre Teilnahme und Glückwünsche zu ihren Erfolgen. Danke auch an alle, die für den technischen Bereich, inklusive Auswertung und Siegerehrung Verantwortung trugen. Das größte Dankeschön gilt aber unseren unermüdlichen Kampfrichterinnen und Kampfrichtern, die der Hitze trotzten und die Wettkämpfe dadurch erst möglich machten.
Text und Fotos: Jörg Fernbach