Dreimal Silber und einmal Bronze bei den DHM 2026 für Sachsen.

Erstmals kein sächsischer Deutscher Meistertitel in der Halle

Dreimal Silber und einmal Bronze bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2026 für Sachsen.

Gut gemacht von Katharina Maisch, Lukas Schober, Rocco Martin und Maximilian Skarke zur DHM in Dortmund. Insgesamt war das sächsische Ergebnis aber nicht so gut, kein einziger Deutscher Meistertitel in diesem Jahr. Wann hat es so etwas in der Halle schon für Sachsen einmal gegeben?  Zur Erinnerung: 2014 erkämpften unsere Athletinnen 5 Deutsche Meistertitel und 2016 war ein Top-Jahr: Im Olympiajahr fanden die DHM ohne David Storl und Christina Schwanitz statt und trotzdem holten unsere Athletinnen und Athleten 13 Medaillen, davon 6 Goldene. Und die sächsische Einschätzung der DHM 2026 deckt sich nicht mit dem Fazit von Dr. Jörg Bügner, dem Vorstand Leistungssport im Deutschen Leichtathletik-Verband für die gesamte DHM: „Dortmund war eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zur Hallen-WM in Torun (Polen) und zur EM in Birmingham (Großbritannien) im August. Diese Standortbestimmung haben die Athletinnen und Athleten bravourös gemeistert und können mit Rückenwind in die bevorstehenden Aufgaben gehen.“

Eine starke Leistung hatte Katharina Maisch vom LV 90 Erzgebirge bereits am Freitag mit ihrem 2. Platz mit 18,73 m im Kugelstoßen abgeliefert.: „Ich habe heute sehr konstant gestoßen, leider hat der Ausreißer nach oben ein bisschen gefehlt. Dem trauere ich natürlich ein bisschen hinterher. Mein Plan war heute den zweiten Platz zu holen, Yemisi ist einfach eine Nummer zu groß. Ich wollte Bestleistung stoßen und die 19 Meter bestätigen. Das hat leider nicht geklappt“.

Lukas Schober von der SG Freital-Weißig 1861 hat sein „heimliches Ziel“, eine Medaille zu holen, sogar mit einer persönlichen Bestweite von 19,27 noch übertroffen. „Ich wollte einfach mein Bestes abrufen und schauen, was möglich ist. Ich habe mit dem dritten Platz heute schon geliebäugelt, das kann ich nicht bestreiten. Aber dass es hier so gut läuft und ich persönliche Bestleistung stoße - Wahnsinn.“. Es wurde der Deutsche Vizemeistertitel!

Der große Favorit im Dreisprung Max Heß vom LAC Erdgas Chemnitz, der schon 9 Deutsche Hallenmeistertitel in seinem Erfolgsbuch stehen hat, lässt wegen Verletzungsproblemen die Hallensaison aus, aber sein Vereinskamerad, Maximilian Skarke, sprang mit 15,66 m persönliche Bestweite und wurde mit Bronze belohnt.  Sein Fazit:“ Ich war als Drittbester gemeldet. Insgesamt bin ich mit der Hallensaison zufrieden. Ich habe eine Bestleitung stehen und mich auf dem Niveau stabilisieren können. Ich bin mir sicher, dass im Sommer noch mehr geht.“

Die einzige Medaille für Leipzig, erkämpfte Rocco Martin von der SG MoGoNo Leipzig-Nord, der sich nicht sicher war, wie seine Beine nach den Vorläufen über die 400 m und 800 m reagieren würden. Die Beine haben „mitgespielt und es wurde der Silberrang über die 800 m in 1:48,14 s.

Nicht auf dem Podest, aber gut unterwegs war über die 200 m Pauline Winkler vom Dresdner SC 1898, die in Persönlicher Bestzeit von 23,87 s auf Platz 4 lief.

Es gab auch Momente, da wurde Enttäuschung gross geschrieben. So beim Finale über die 3000 m der Männer. Robert Farken von MoGoNo Leipzig-Nord, musste in der 8. Runde verletzt ausscheiden; eine große sächsische Medaillenhoffnung ging nicht in Erfüllung: Auch Karl Bebendorf vom Dresdner SC 1898 hatte sicher auf seinen „Nebenstecken“ andere Ergebniserwartungen. Nach dem Ausscheiden von Robert Farken lief er auf Platz 4 über die 3000 m ins Ziel und über die 1500 m wurde es Platz 5.

In den Startlisten über die 200 m und 400 m stand Corinna Schwab vom LAC Erdgas Chemnitz, im Medaillenbereich, leider war sie dann nicht am Start.

Insgesamt ist das Ergebnis der DHM 2026 aus sächsischer Sicht enttäuschend. In vielen Disziplinen gab es keine sächsischen Starterinnen und Starter, aber hoffnungsvoll stimmen uns die Ergebnisse unseres Nachwuchses; dieses Potential stimmt uns zuversichtlich. Insgesamt hat der sächsische Leichtathletik-Verband schon bessere Meisterschaften erlebt und es sollten jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, so dass wir spätestens im Sommer konkurrenzfähig sein werden.

Alle Ergebnisse unter: www.leichtathletik.de

Jörg Fernbach

(Archivfotos) Lukas Schober, Katharina Maisch, Rocco Martin (li.) mit Nikita Haensel