Mit 97 Jahren hat sich das Leben von Ursula Förster nun vollendet.

Ein langer sportlicher Lebensweg ging mit 97 Jahren zu Ende. Ursula Förster lebt nicht mehr.

Wir kannten sie alle nur als „Hammer Ursel“, der Hammerwurf war ihre Spezialdisziplin. Nun hat sich ihr erfolgreiches sportliches Leben vollendet.

Ihr ganzes Leben mit dem Sport verbunden, erkämpfte sie auf fast allen Kontinenten zahlreiche Medaillen bei Landes -, Deutschen -, Welt - und Europameisterschaften.

U.a. erkämpfte sie bei den Master-Weltmeisterschaften 2005 in Kanada 3 Weltmeistertitel und einen Vizeweltmeistertitel. Auch schon vorher war sie sehr erfolgreich bei internationalen Meisterschaften unterwegs. WM Silber 1997 im Hochsprung der W70, WM Silber 2001 im Kugelstoßen der W75 und WM Silber im Hammerwurf 2003. Bei Europameisterschaften Gold 1996 im Hochsprung, Gold 2002 im Hochsprung und im Werferfünfkampf und es waren insgesamt noch sehr viel mehr.

Den Namen Ursula Förster, eng verbunden mit dem SV Motor Großenhain finden wir heute noch in den Bestenlisten des Landes und des Kreises und in einigen Altersklassen steht sie dabei an erster Stelle.

Seit der Gründung des SV Motor Großenhain im Jahre 1952 war sie in ehrenamtlichen Tätigkeiten für den Sport unterwegs. Von 1996 bis zu ihrem 90. Geburtstag 2016 war Ursula Förster deren Vorsitzende.

Angefangen als Turnerin kam sie mit 16 Jahren zur Leichtathletik, der sie bis zu ihrem 90. treu blieb.

Vielen jungen Sportler brachte sie über viele Jahre als Übungsleiter die Leichtathletik näher, mit denen sie heute noch trainiert.

Zweimal wöchentlich hielt sie sich bis ins hohe Alter in den allg. Sportgruppen des Vereins mit Gymnastik und im Winter noch zusätzlich mit ihren Leichtathleten bei Basketball und Kreistraining fit.

Wie selbstverständlich stand Ursel bis 2016 bei Wettkämpfen im Verein und auf Kreisebene noch als Kampfrichterin ihre Frau.  

Ursula Förster wurde für ihre außerordentlichen Leistungen als Aktive und im Ehrenamt hoch geehrt. Sie wurde zum Ehrenmitglied des SV Motor Großenhain ernannt und erhielt 2001 mit der Ehrenplakette die höchste Auszeichnung des Leichtathletik-Verbandes Sachsen. 

Jetzt in der Vorweihnachtszeit erreichte uns aus Rudolstadt in Thüringen die traurige Nachricht, dass unsere „Hammer Ursel“ nicht mehr da ist. Wir werden sie immer in bester Erinnerung behalten und übermitteln ihren Angehörigen unser herzliches Beileid.

Jörg Fernbach / Foto Verein